#Run2Berlin

Absage EM-Marathon

Anja Scherl in Valencia
Foto: privat

Ich wollte gesund und fit bei der Heim-EM dabei sein. Heute weiß ich: Ich habe alles gegeben und werde es trotzdem nicht schaffen. Aber wie konnte das passieren?

 

Im November 2017 habe ich mich in 2:28:54h beim Valencia Marathon für die EM in Berlin qualifiziert. Doch in diesem Jahr sollte Valencia kein gutes Pflaster für mich sein. Bei der Halbmarathon WM habe ich mir die Plantarfaszie angerissen. Es folgten unzählige Stunden Alternativtraining und ich habe keinen Tag gezweifelt, dass ich beim EM-Marathon am Start sein werde. Zehn lange Wochen habe ich mein Training ins Wasser und auf das Rad verlegt und beim Wiedereinstieg ins Laufen zeigte sich, dass es sich gelohnt hat: Die Verletzung war auskuriert und die Trainingswerte waren vielversprechend. Doch plötzlich bekam ich bei einem lockeren Dauerlauf Knieschmerzen. Die Einheit habe ich vorzeitig beendet und wenige Tage darauf hatte ich die Diagnose: Patellasehne entzündet! Ich hoffte, dass die Entzündung so schnell wieder verschwindet, wie sie gekommen war. Mittlerweile musste ich diese Hoffnung begraben und erkennen: Ich werde bei der Heim-EM nicht an der Startlinie stehen - weder gesund noch fit.

 

Mein zuständiger Bundestrainer Thomas Dreißigacker ist informiert, aber so richtig fassen kann ich es noch nicht. Es tut mir wahnsinnig leid und meine Enttäuschung ist riesig, gerade weil mich meine Familie, so viele Freunde und Fans an der Strecke anfeuern wollten. Eine EM im eigenen Land erlebt man in seinem Sportlerleben höchstens einmal. Auch deswegen finde ich es so traurig, dass so viele deutsche Top-Marathonläuferinnen und -läufer nicht dabei sein werden. Trotzdem wünsche ich natürlich der gesamten Nationalmannschaft viel Erfolg, ganz besonders meinen Teamkollegen von der LG TELIS Finanz Regensburg.

 

Zusätzlich möchte ich auch noch allen DANKE sagen, die mich immer unterstützen:

Kleine Ursache, große Wirkung

Anja Scherl in Valencia
Foto: privat

Danke für die vielen Nachrichten zu meiner WM-Teilnahme in Valencia. Mittlerweile wurde die Ursache für meine Schmerzen während des Rennens gefunden. Nach dem Startschuss wäre ich beinahe gestützt und habe mir dabei das Sprunggelenk blockiert. Damit war die Beweglichkeit im Fuß erheblich eingeschränkt und im Laufe des Rennens wurde die Plantarfaszie in Mitleidenschaft gezogen. Das werde ich jetzt auskurieren und dann wieder neu angreifen.

Ein Rennen zum Vergessen...

Anja Scherl bei der WM HM in Valencia
Foto: privat

Nach einer guten Vorbereitung lief es heute bei der Weltmeisterschaft im Halbmarathon wirklich überhaupt nicht. Erst habe ich meinen Rythmus nicht gefunden und dann kamen starke Schmerzen im Fuß dazu. Die Zeit von 76:13 ist nicht mein Anspruch und ich bin sehr enttäuscht von diesem Ergebnis.

Auf den Straßen von Osaka

Anja vor dem Startfoto des Osaka Women's Marathon
Foto: Rie Sakaguchi

Kannst Du Dir vorstellen, dass es einen reinen FRAUEN-Marathon mit diesen Startvoraussetzung gibt?

  1. Marathon unter 3:10 h
  2. 30km (Straßenlauf) unter 2:11 h
  3. Halbmarathon unter 1:28 h
  4. 10km (Straßenlauf) unter 37 min

Bevor ich am Osaka Women´s Marathon teilgenommen habe, hätte ich niemals gedacht, dass man mit diesen harten Kriterien ausreichend Läuferinnen findet.

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Meine bisher längste Marathon-Vorbereitung

Anja in Valencia
Foto: privat

„Das war vom Kopf her sicherlich meine bisher längste Marathon-Vorbereitung“, meint Anja und lässt sich tief in den Sitz der Nürnberger U-Bahn sinken. Ihr Gefühl auf der Heimreise von Valencia in der Nacht von Sonntag auf Montag beschreibt sie mit den Worten „Erschöpft, müde - aber vor allem glücklich“.

 

Glücklich, da die letzten Monate, die dem Rennen in Valencia vorausgegangen waren, dieses Mal mental anstrengender waren als die vorherigen Vorbereitungen: „Ich bin im Frühjahr extra keinen Marathon gelaufen um mich perfekt für den Herbstmarathon vorzubereiten. Ich wollte doch unbedingt die Norm für die Heim-Europameisterschaften in Berlin 2018 erreichen“, erklärt sie.

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Absage BERLIN MARATHON 2017

Meine Vorbereitung auf den BERLIN-MARATHON ist leider vorbei, bevor sie wirklich angefangen hat.

Wie gerne wäre ich am 24.09.2017 durch das Brandenburger Tor gelaufen, aber die muskuläre Probleme, die mich seit mehreren Wochen verfolgen, machen ein vernünftiges Lauftraining unmöglich.

Im Moment stehen die Laufschuhe deswegen in der Ecke und ich bin auch noch nicht am Ziel, aber ich bin auf jeden Fall schon näher dran als gestern.

Trainingslager in der Schweiz?

Anja und Marco beim Training
Foto: privat

Marco geht dem „Mythos St. Moritz“ auf den Grund

 

Ein Trainingslager in der Schweiz? Diese Idee klang für mich von Anfang an verlockend. In Läuferkreisen gilt Engadin schließlich als das Ziel schlechthin, wenn das Höhentraining ruft: Eine malerische Landschaft, nur ein paar Autostunden von Deutschland entfernt, traumhafte Bergkulisse, top Wetterbedingungen, leckeres Essen, dazu optimalen Möglichkeiten zum Laufen – diese Schwärmereien sorgten bei mir schon fast für ein wenig Urlaubsfeeling. Okay, Anja müsste trotzdem viele schweißtreibende Einheiten absolvieren, aber dabei würde ich sie natürlich wie immer unterstützen. Ich war mir sicher, dass das Training mit vereinten Kräften hier wie im Flug vergehen würde. Also nichts wie hin!

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Es läuft – wenn auch nicht immer wie geplant...

Laufen am Flughafen München
Foto: privat

Never change a running system. Ein Sprichwort, das in Anjas Berufswelt, der Informatik, durchaus seine Berechtigung hat. Dass es in der Laufwelt allerdings nicht immer derartige Gültigkeit besitzt, zeigten die Ereignisse der vergangenen Wochen:

 

Zunächst führte Anja der Weg nach Monte Gordo. Ursprünglich war ein Trainingslager zusammen mit Vereinskameradin Franzi Reng geplant. Sie musste aber aufgrund ihrer langwierigen Verletzung schon im Vorfeld absagen und so machte sich ein dezimiertes Grüppchen, bestehend allein aus Anja und Marco, auf zum Flughafen in Richtung portugiesischer Sonne.

 

Als nach langem Warten absehbar war, dass sich der Flug noch um einige weitere Stunden verzögern würde, beschloss Anja, ihren für den Anreisetag geplanten Dauerlauf, spontan auf die Straßen rund um das Münchner Flughafengelände zu verlegen. Ein Paar Laufschuhe im Handgepäck haben sich schon oft bewährt - so fällt es ganz leicht, Pläne zu ändern.

 

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Ein Jahresauftakt nach Maß

Monte Gordo

Während der Blick aufs Thermometer am Neujahrstag in Deutschland bei den meisten wohl bereits für kalte Zehen sorgte, war er für Anja kein Grund zur Beunruhigung. Im Gegenteil: Sie hatte Silvester zusammen mit Ehemann und Trainer Marco im sonnigen Monte Gordo verbracht und kam daher in den Genuss von mediterranen Wintertemperaturen von durchschnittlich 15 Grad.

 

Dass das Training auf diese Weise deutlich leichter fällt, wurde ihr aber vielleicht erst auf dem Heimweg so richtig bewusst, als sie bei einem Zwischenstopp in Regensburg vom Winter mehr als überstürzt in Empfang genommen wurde: Beim gemeinsamen Dauerlauf mit Vereinskameradin Franzi Reng erwartete sie neben eisigen Minusgraden auf den letzten Kilometern ein wahrlicher Schneesturm, der im Nu alle bis dahin auch nur provisorisch freigeräumten Straßen sofort wieder unter einer weißen Decke begrub.

 

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Jahresabschluss bei der Cross-EM in Chia

Die Vorbereitung auf den letzten Höhepunkt des Erfolgsjahres 2016 musste schnell gehen: Aufgrund der kurzfristigen Nominierung hieß es für Anja, innerhalb kürzester Zeit fit zu werden für die eher ungewohnte Distanz von 8,15 Kilometer bei den Cross-Europameisterschaften in Chia. Der letzte Leistungstest über 5 Kilometer beim Regensburger Nikolauslauf deutete jedoch eine überraschend gute Form an und die kalten Wintertemperaturen machten erst recht Lust auf ein Rennen bei milden Temperaturen auf der italienischen Urlaubsinsel.

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